Im Zeichen der Krise 0
Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft.
Vortrag und Diskussion mit Martin Dornis (Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig) im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu »Krise und Kritik«.
Donnerstag, 22.01.2009 – Centro Sociale – Beginn: 19:30
Massenwahn und gewaltförmige Vergleichung in der Warengesellschaft: Die aktuelle Finanzkrise wird entweder hinsichtlich ihrer ideologischen Verarbeitung oder anhand der ökonomischen »Fakten« behandelt. Vor dem Hintergrund der Marxschen Wert- und Fetischkritik soll diese, auch in den meisten linkstheoretischen Analysen enthaltene Aufspaltung, in dem Vortrag von Martin Dornis problematisiert werden. Der Kapitalismus trage – so die These des Referenten – sowohl das Moment der Krise, als auch das der Ideologie, die sich in der Krise bis zum Massenmord zuspitzen kann, von Anbeginn in sich. Warum nicht der Kommunismus, sondern die nationalsozialistische mörderische Krisenlösung in der Logik der Warengesellschaft angelegt ist, soll begründet werden. Dornis wendet sich damit gegen jede geschichtsdeterministische oder sonstwie hoffnungsfrohe Vorstellung vom Sprung aus der Krise in die befreite Gesellschaft und knüpft damit an die Überlegungen von Gerhard Stapelfeldt aus der ersten Veranstaltung an. Sternstr. 2/ Karoviertel, Beginn: 19:30 Uhr
Die Veranstaltungsreihe zu »Krise und Kritik« wird ausgerichtet von
Kritikmaximierung Hamburg und der Initiative Kritische Gesellschaftswissenschaft (IKGW), in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg.





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