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	<title>Kritikmaximierung Hamburg &#187; Claude Lanzmann</title>
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		<title>Es darf keine antisemitische Filmzensur in Hamburg geben!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 11:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kritik</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lanzmann]]></category>
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		<description><![CDATA[Was sich am Sonntag den 25.10.2009 zwischen 14 und 16 Uhr in der Hamburger Brigittenstraße ereignete, ist schier unfassbar. Das dort ansässige Kino B-Movie wollte in Kooperation mit einer linken Initiative den Film »Warum Israel« von Claude Lanzmann vorführen. Dies hat eine Gruppe von Antiimperialisten und Israelhassern aus dem, im Vorderhaus des Kinos gelegenen, »Internationalistischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was sich am Sonntag den 25.10.2009 zwischen 14 und 16 Uhr in der Hamburger Brigittenstraße ereignete, ist schier unfassbar. Das dort ansässige Kino B-Movie wollte in Kooperation mit einer linken Initiative den <strong>Film »Warum Israel« von Claude Lanzmann </strong>vorführen. Dies hat eine Gruppe von Antiimperialisten und Israelhassern aus dem, im Vorderhaus des Kinos gelegenen, »Internationalistischen Zentrums B5« <strong>mit Drohung, Beleidigung und Gewaltanwendung verhindert</strong>.<span id="more-218"></span></p>
<p>In dem vor Ort verteilten Flugblatt wurde die <strong>Dokumentation außerdem als »zionistischer Propaganda-Film« diffamiert</strong>. Bei »Warum Israel« handelt es sich um einen Film des in Frankreich lebenden Juden Lanzmann, der mit dem Monumentalwerk »Shoah« einen immens wichtigen Beitrag zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust geleistet hat. Der Regisseur kämpfte darüber hinaus in der Résistance aktiv gegen den Nationalsozialismus. Über »Warum Israel« von 1973 sagte Lanzmann <em>»Dieser Film hat einen roten Faden, nämlich: Was ist das: Normalität? (&#8230;) Ich zeige in ‚Warum Israel‘, dass die Normalität das eigentlich Anormale ist.«</em> Dies empfinden einige Hamburger »Linke« im Jahr 2009 also als Provokation! </p>
<p>Den Betreibern des B-Movie wurde das Betreten und Öffnen ihres eigenen Kinos untersagt, jedes Gespräch verweigert und statt dessen mit Gewalt gedroht. Das B-Movie war deshalb gezwungen, die Vorstellung abzusagen. Doch selbst nach der Absage wurde das noch vor dem verschlossenen Kino verbliebene Publikum beschimpft (in einem Fall bezeichnenderweise als »Judenschweine«). Überdies wurden Kinobesucher körperlich angegriffen und mindestens drei Gäste durch Faustschläge verletzt. </p>
<p><strong>So etwas darf nicht geschehen!</strong> Nicht nur, dass in die Programmfreiheit Hamburger Kulturschaffender durch Filmzensoren eingegriffen wurde. Es ist unerträglich, dass gerade die Vorführungen einer Dokumentation von Claude Lanzmann und ein Gespräch über sein Werk solchem Treiben zum Opfer fiel.</p>
<p><strong>Wir stellen uns hinter das betroffene Kino und seine Absicht, »Warum Israel« auch in seinen Räumlichkeiten zu zeigen. Die Unterzeichnenden unterstützen die Veranstalter bei der Ausweichvorstellung von »Warum Israel« am 13.12.2009 um 16 Uhr.</p>
<p>Wir verurteilen solche Formen von Kulturzensur, jeden Antisemitismus und Israelhass!</strong></p>
<p><strong>Erstunterzeichner (01.12.2009)</strong>: Claude Lanzmann, Filmemacher, Paris • Dr. Christine Achinger, University of Warwick • Sharon Adler, Herausgeberin AVIVA-Berlin • Jan Philipp Albrecht, MdEP, Grüner Europaabgeordneter für Hamburg • Arachne • Arbeitsgemeinschaft Neuengamme – Deutsche Vereinigung der Überlebenden des KZ Neuengamme • Mickey Aron, Berlin • Arbeitskreis Distomo • Associazione Delle Talpe, Bremen • Audiolith Records • B_Books, Berlin • BAK Shalom der Linksjugend [‘solid] • Dr. Ralf Balke, Historiker und Publizist • Beatpunk Webzine • Volker Beck, MdB, Bündnis 90/Die Grünen • Roger Behrens, Autor • Prof. Dr. Russell Berman, Stanford University • Anat Bleiberg, Leiterin der Sozialabteilung, Jüdische Gemeinde zu Berlin • Prof. Dr. Gabriel Brahm, Central European University, Budapest • Prof. Dr. Micha Brumlik, Universität Frankfurt/M. • Sebastian Brux, Journalist • Byte.FM • Prof. Dr. Detlef Claussen, Universität Hannover • Margit Czenki, Filmemacherin • Karl-Heinz Dellwo, Filmemacher • Arnaud Desplechin, Regisseur, Paris • Prof. Diedrich Diederichsen, Akademie der Bildenden Künste, Wien • Franziska Drohsel, Bundesvorsitzende der Jusos • Christian Duncker, Assistent für Kommunikation und Organisation • Thomas Ebermann, Publizist • Prof. em. Dr. Wolfgang Eismann, Universität Graz • Almut Engelien, Hörfunkjournalistin • Gabriela Fenyes, Journalistin • Johanna Fischle • Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Hamburg • Freies Sender Kombinat (FSK) • Thierry Frémaux, Künstlerischer Leiter der Filmfestspiele in Cannes • Fluten • Stefanie Galla • Nicola Galliner, Festivalleiterin, Jewish Film Festival Berlin • Patrick Gensing, Journalist • Ralph Giordano, Schriftsteller, Köln • Shelly Gottlieb, Frankfurt • Romain Goupil • Eva-Deborah und Uwe Granzow • Prof. Dr. Michael Th. Greven, Universität Hamburg • Dr. Elvira Grözinger, Universität Potsdam • Prof. em. Dr. Karl E. Grözinger, Universität Potsdam • Halle für Kunst Lüneburg • Hate Mag • Shimrit Härtl, Vorsitzende der DIG München • Friedrich Hansen, Gabriel Riesser Stiftung, London • Stefan Hensel, Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft • Prof. Dr. Jeffrey Herf, University of Maryland • Ruben Herzberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hamburg • Brigitte Jaques, Regisseurin, Paris • Jan Jetter, Bildungsrefrent der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände / Störungsmelder • Pascal Jurt • Anetta Kahane, Vorsitzende der Antonio-Amadeu-Stiftung • Sven-Christian Kindler, MdB, Bündnis 90/Die Grünen • Serge und Beate Klarsfeld, Les Fils et Filles des Deportés Juifs de France, Paris • Dr. Martin Kloke, Berlin • Andreas Koch, Vorstand Yad Achat • Konkret – Magazin für Politik und Kultur • Dr. Karin König, Hamburger Institut für Sozialforschung • Jan Korte, MdB, Die Linke • Hans-Jürgen Köster, Buchladen Männerschwarm • Regine und Hinrich Krahnstöver • Dr. Wolfgang Kraushaar, Hamburger Institut für Sozialforschung • Prof. Dr. Sven Kramer, Universität Lüneburg • Mary Kreuzer, Autorin • Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler • Werner Labisch, Verbrecher Verlag • Sergey Lagodinsky, Sprecher des Arbeitskreises Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten • LAK Shalom der Linksjugend [‘solid], Hamburg • Dr. Klaus Lederer, Die Linke-Landesvorsitzender, Berlin • Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Bernard Henry Lévy, Philosoph, Paris • LIGNA, Künstlergruppe • Ulrike Litschel • Dr. Bella Luirik, Wissenschaftliche Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin • Christoph Lütgert, Chefreporter Fernsehen, NDR • Prof. Dr. Viktor Mairanowski, Wissenschaftliche Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin • Prof. Dr. Andrei S. Markovits, University of Michigan • Dr. Heinz Maaß, Karlsruhe • Meerwert Platten • Adelheid Meyner • Missy Magazine • Dr. Sonja Mönkedieck, Catholic Charities, New York • NPD-Blog.info • Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen • Opak Magazin • Thomas von der Osten-Sacken, Publizist, Frankfurt a.M. • Diethard Pallaschke, Scholars for Peace in the Middle East (Deutschland) • Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Die Linke • Peggy Parnass, Publizistin • Prof. Dr. Anton Pelinka, Central European University, Budapest • Rosa Perutz, Antinationale Künstlergruppe • Lilia Rosenstock Alfaro • Teile des Plenums der Roten Flora • Maximilian Pichl, Mitglied im Bundesvorstand der Grünen Jugend • Polittbüro • Prof. Dr. Moishe Postone, University of Chicago • re[h]tro-frauentag bei FSK • Lars Rensmann, Ph.D., University of Michigan • Angela Richter, Theaterregiesseurin • Nicolas Saada, Journalist und Filmemacher, Paris • Levi Salomon, Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für die Bekämpfung des Antisemitismus • Hans Martin Schäfer • Winfried Schebesch, Vorsitzender der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg • Helmut Schert • Thomas Schmidinger, Vorsitzender der IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen, Wien • Schroeter und Berger, Büro für Lösungen • Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Direktorin des Instituts für Geschichte der deutschen Juden • Julia Seeliger, taz online • Wolfgang Seibert, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Pinneberg • Spex – Magazin für Popkultur • Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt, Universität Hamburg • Sibylle Stoler • Jörg Sundermeier, Verbrecher Verlag • Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin • Prof. Dr. Valery Tatarsky, Wissenschaftliche Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin • Testcard • Tocotronic • Serge Toubiana, Direktor der Cinémathèque française • Prof. Dr. Christoph Türcke, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig • Übel&#038;Gefährlich • Prof. em. Dr. Barbara Vogel, Universität Hamburg • Michael Vogel, Richter i.R. • Prof. Dr. Gerard Wajcman, Autor, Psychoanalytiker, Professor, Université Paris 8, Paris • Florian Waldvogel, Direktor des Kunstvereins in Hamburg • Dr. Jeff Weintraub, Political Sociologist, University of Pennsylvania • Dalia Wissgott-Moneta • Elke Wittich, Journalistin, Berlin • Daniella Wutz und Familie • Prof. Dr. Svetlana Zhukowa, Wissenschaftliche Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin •</p>
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		<title>Unterstützung nach den Vorfällen vom 25.10</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 13:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kritik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[B-Movie]]></category>
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		<description><![CDATA[Erklärung von Wolfgang Seibert (Jüdische Gemeinde Pinneberg) An 25. Oktober 2009 wurde die Vorführung des Films „Warum Israel“ von Claude Lanzmann in Hamburg mit Gewalt verhindert. Einige wild gewordene „Antizionisten“, in diesem Fall kann man mit Recht von militanten Antisemiten sprechen, aus dem „Internationalistischen Zentrum B5“ hatten sich vor dem Kino postiert mit der festen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erklärung von Wolfgang Seibert (Jüdische Gemeinde Pinneberg)</strong></p>
<p>An 25. Oktober 2009 wurde die Vorführung des Films „Warum Israel“ von Claude Lanzmann in Hamburg mit Gewalt verhindert.</p>
<p>Einige wild gewordene „Antizionisten“, in diesem Fall kann man mit Recht von militanten Antisemiten sprechen, aus dem „Internationalistischen Zentrum B5“ hatten sich vor dem Kino postiert mit der festen Absicht die Vorführung des Films zu verhindern.</p>
<p>Wir bestreiten nicht das Recht auf einen friedlichen Protest, aber wir sind entsetzt über das Vorgehen einiger wild gewordener Kleinbürger, die sich sicherlich als links bezeichnen, in ihrem Vorgehen aber durchaus als Mitläufer und Handlanger der Neonazis bezeichnet werden können.<span id="more-173"></span></p>
<p>Mit Äußerungen wie „Judenschweine“, Sprechchören „Nazis raus“ und dem Bezeichnen von Menschen als „Schwuchteln“ diskreditieren sich diese Leute selbst. Wer solche antisemitischen und schwulenfeindlichen Worte benutzt, hat jedes Recht verloren sich „internationalistisch“ zu nennen.</p>
<p>Bemerkenswert ist auch, dass dieser Pöbel sich wohl auch auf eine gewaltsame Verhinderung des Films vorbereitet hatte. Wie sonst soll es erklärt werden, dass Kampfhandschuhe und Schlagwerkzeug vorhanden war?</p>
<p>Für uns, als in Deutschland lebende Juden, von denen sich viele als der radikalen Linken zugehörig fühlen, ist es absolut nicht hinnehmbar, dass eine ausgeflippte Gruppe mit Gewalt bestimmt was gesehen werden darf und was nicht. <strong>Wir haben von dieser Art der Zensur die Schnauze voll.</strong> Für uns ist es nicht zu tolerieren (im Wortsinn „ertragen“), dass Freunde bedroht und angegriffen werden.</p>
<p>Wir wollen, dass dieser Film so schnell wie möglich gezeigt wird. Unsere Solidarität gilt den Menschen der Gruppe „Kritikmaximierung“, dem &#8220;b-movie&#8221; und ihren Unterstützern. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun um solche Vorfälle wie am Sonntag zu verhindern.</p>
<p>Wolfgang Seibert für die Jüdische Gemeinde Pinneberg</p>
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		<title>Laiendarsteller schlagen sich durch</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 19:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kritik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufführung eines Films des »Shoah«-Regisseurs Claude Lanzmann durch das internationalistische Zentrum B5 in Hamburg verhindert Am heutigen Sonntag, den 25.10.2009, war im Hamburger Programmkino b-movie eine Vorführung des Claude Lanzmann Films »Warum Israel« anberaumt, die in Kooperation der Gruppe Kritikmaximierung und dem Kino stattfinden sollte. Der Nachmittag war als Auftakt zu regelmäßigen Veranstaltungen gedacht, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufführung eines Films des »Shoah«-Regisseurs Claude Lanzmann durch das internationalistische Zentrum B5 in Hamburg verhindert</strong></p>
<p>Am heutigen Sonntag, den 25.10.2009, war im Hamburger Programmkino b-movie eine Vorführung des Claude Lanzmann Films »Warum Israel« anberaumt, die in Kooperation der Gruppe Kritikmaximierung und dem Kino stattfinden sollte. Der Nachmittag war als Auftakt zu regelmäßigen Veranstaltungen gedacht, mit denen wir gesellschaftskritische Filme einem breiteren Publikum zugänglich machen wollen. Etwa 70 Menschen folgten unserer Einladung und durften statt »Warum Israel« einer gruseligen Agit-Prop-Bastel-Darbietung der antiimperialistischen Nachbarschaft beiwohnen. Das im Vorderhaus des b-movie befindliche internationalistische Zentrum B5, die »Sozialistischen Linken (SoL)« und die »Tierrechts-Aktion Nord (TAN)« ließen es sich nicht nehmen, dem Kino ihre Programmpolitik zu diktieren und mit Drohung und Gewalt den vorgesehenen Verlauf des Nachmittags zu verhindern. <span id="more-163"></span>Dieser bewaffnete Haufen setzte kurzerhand den Film des Antifaschisten Claude Lanzmann ab. Lanzmann ist ein in Paris lebender Jude, Mitglied der Resistance und langjähriger Freund von Jean-Paul Sartre und Simon de Beauvoir. Er gab über Jahre die Zeitschrift »Les Temps Modernes« heraus, in der er u.a. Stellung gegen den französischen Algerienkrieg bezog. »Warum Israel« war sein erster – im Jahr 1972 fertiggestellter – Film. Lanzmanns zweites Werk ist die noch weit bekanntere Dokumentation »Shoah«, die ein Mahnmal für die ermordeten europäischen Jüdinnen und Juden darstellt. Bei »Warum Israel« handelt es sich um eine Annäherung des Regisseurs an und seine Reflexion auf den jungen jüdischen Staat, des Zufluchtsorts vor dem weltweiten Antisemitismus.</p>
<p><strong>Absurdes Theater</strong><br />
Schon weit vor Filmbeginn hatten sich ca. 15 AntiimperialistInnen vor der Toreinfahrt zum b-movie platziert; im Laufe des Nachmittags sollten es noch wesentlich mehr werden. Das Hoftor war verbarrikadiert und mit einem Transparent in Form eines Militärfahrzeugs verhängt, auf dem u.a. »tear down the apartheidwall« zu lesen war. AntiimperalistInnen mit schwarzen Holzmaschinengewehren und Bundeswehrjacken mit aufgeklebten Israelfahnen patroullierten davor und machten die Szenerie komplett. Aufgeführt wurde das Straßentheaterstück »Israelischer Checkpoint in der Brigittenstraße«. Das B5-Klientel verteilte dabei abstruse Flyer gegen den Film und seine VeranstalterInnen und teilte geifernd mit, dass Lanzmanns »Warum Israel« heute und hier nicht gezeigt werde. Sowohl den b-movie-BetreiberInnen, Kritikmaximierung, als auch den Kinogästen wurde ausgesprochen eskalativ begegnet. Überdies wurde das Kinopublikum gefilmt, abfotografiert und beobachtet. Aufgrund dieses Settings sah sich das b-movie in Absprache mit uns gezwungen, die Veranstaltung abzusagen. Die aggressive Situation war damit jedoch nicht aufgelöst. So wurden noch vor dem b-movie verbliebene Kinogäste in eine Rangelei verwickelt. Die KleindarstellerInnen der B5 machten sich umgehend kampfbereit und brachten in der folgenden, körperlichen Auseinandersetzungen Prügelhandschuhe, ein Fahrradschloß, einen Gürtel und einen Mundschutz zum Einsatz. Die antiimperialistischen Gewaltfanatiker riefen dabei u.a. »Judenschweine«, »Nazis raus« und »Schwuchteln«. Dabei wurden einige unserer BesucherInnen durch Schläge ins Gesicht verletzt. Der rasende Hass auf Israel lässt bei den selbsterklärten Linken aus einem Vorderhaus in der Hamburger Brigittenstraße offensichtlich alle Sicherungen durchbrennen.</p>
<p><strong>Unsere Absage an die B5</strong><br />
Eine Durchsetzung der Veranstaltung war unter den gegebenen Bedingungen zu keiner Zeit möglich. Der B5 den Skandal zu vermitteln, den es bedeutet, die Aufführung von Filmen eines antifaschistischen Regisseurs und Holocaust-Überlebenden zu verhindern, war und bleibt aussischtslos, weil sie schlicht keiner vernünftigen Diskussion zugänglich sind und seit Jahren bestätigen, wie aktuell das Problem des linken Antisemitismus ist. Das Vorgehen der protestierenden InternationalistInnen war einzig auf Konfrontation angelegt. Auf diese einzugehen war mit unserem Anliegen der Vorführung von »Warum Israel« nicht vereinbar. Gegenüber unseren Gästen wäre es unverantwortlich gewesen, sich weiter auf den irrsinnigen Gewaltkurs einzulassen.</p>
<p><strong>Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass die politisch bedeutungslose und notorisch blindwütige B5 mitsamt ihrem Umfeld diktiert, welche Veranstaltungen wann und wo in Hamburg stattfinden. Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass wir, unsere FreundInnen und Gäste bedroht oder angegriffen werden. Die Vorführung von »Warum Israel« wird alsbald nachgeholt.</strong></p>
<p>Kritikmaximierung Hamburg<br />
25.10.2009</p>
<p><strong><a href="http://www.kritikmaximierung.de/aktuelles/reaktionen-auf-die-verhinderung-von-warum-israel/">Reaktionen</a></strong></p>
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		<title>Kino: Warum Israel</title>
		<link>http://www.kritikmaximierung.de/veranstaltungen/kino-warum-israel/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 13:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kritik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lanzmann]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum Israel (Originaltitel: Pourquoi Israel) 1972, 185 min., von Claude Lanzmann am 25.10. um 15 Uhr im B-Movie (Brigittenstr.) »Pourquoi Israel« ist keine Frage, sondern eine Antwort. Der französische Regisseur und Antifaschist Lanzmann versucht mit filmischen Mitteln zu ergründen, was es bedeutet, in einem jüdischen Staat zu leben, der vor allem ein sicherer Hafen für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum Israel</strong> (Originaltitel: Pourquoi Israel)<br />
1972, 185 min., von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Lanzmann">Claude Lanzmann</a></p>
<p><strong>am 25.10. um 15 Uhr im <a href="http://www.b-movie.de">B-Movie</a> (Brigittenstr.)</strong></p>
<p>»Pourquoi Israel« ist keine Frage, sondern eine Antwort. Der französische Regisseur und Antifaschist Lanzmann versucht mit filmischen Mitteln zu ergründen, was es bedeutet, in einem jüdischen Staat zu leben, der vor allem ein sicherer Hafen für Verfolgte und Überlebende der Shoah war und noch heute eine Zufluchtsstätte vor dem weltweit grassierenden Antisemitismus ist. Lanzmanns roter Faden ist die Frage nach der »Normalität« in einer Gesellschaft, deren a-normaler Kern die Erfahrung der Ermordung der europäischen Juden ebenso ist, wie die ständige äußere Bedrohung. Dieser Schatten wirft sich auf den Alltag von sieben Millionen EinwohnerInnen des Landstrichs zwischen Haifa und Eilat, die Lanzmann mit seinen Fragen und seiner Kamera begleitet. Dem Film vorangestellt wird eine kurze Einführung durch die Veranstalter. Im Anschluß an »Warum Israel« wird es Raum zur Diskussion geben.</p>
<p>Kritikmaximierung Hamburg in Kooperation mit dem B-Movie.<br />
<strong>Achtung: Zeitumstellung in der Nacht vor der Filmvorführung.</strong></p>
]]></content:encoded>
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