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Bestes Plakat 2009 1

Bedanken wollen wir uns bei allen, die sich an der Abstimmung zur Wahl des besten politischen Plakates 2009 beteiligt und unser Plakat “Deutschland ist kein Grund zum Feiern” auf den ersten Platz gewählt haben.

Kunst. Linke. Gesellschaftliche Emanzipation. 1

Auf Einladung der Associazione Delle Talpe werden wir am Samstag 24.04. in Bremen zu Gast sein, um über Kunst und gesellschaftliche Emanzipation zu referieren und zu diskutieren. Wir freuen uns auf den Ausflug.

“In der wirklichen Bewegung möglicher Emanzipation wäre die politisierte Kunst die, die weder Politik noch Kunst mehr ist.”

Das Verhältnis der Linken zur Kunst ist meist ambivalent: man will sie und man will sie nicht. Selten nähert man sich der Kunst theoretisch, ist diese doch immer ein wenig befremdlich für die meisten Linken. Sie haben ähnlich wie zur Musik ein relativ taktisches Verhältnis zur Kunst: Kunst ist gewollt, aber meist nur als künstlerische Propaganda oder als Ästhetisierung des Politischen. Wie ist das Verhältnis der politischen Linken zur Kunst, welches Verhältnis hat die Kunst zur Linken? Welches Potential einer kritischen Reflektion auf Gesellschaft und das Individuum liegt in der speziellen Form der Kunst? Welche Versuche in der Kunst gab und gibt es, gesellschaftliche Emanzipation vorzubereiten? Welche Formen der Intervention sind mittels Kunst möglich?

Zu den aufgeworfenden Fragen zur Kunst, der Linken und zu gesellschaftlicher Emanzipation referieren und diskutieren zwei Vertreter der Gruppe Kritikmaximierung [Hamburg]

In der Bel Etage [Spedition Bremen] am Güterbahnhof um 20Uhr. Im Anschluss Party.

“diejenigen an ihrer Sprache zu erkennen” 0

Wenn man von einem polternden Heft aus Berlin etwas lernen kann, dann sind es neue Worte. Dafür sind wir dankbar und haben uns erlaubt, als “Hamburger Cineasten und Diskursschufte” (Justus Wertmüller) auch als solche erreichbar zu sein: unsere Internetseite lässt sich nun auch unter www.diskursschufte.de abrufen.

Grussadresse von Claude Lanzmann 0

Nach der gewaltsamen Verhinderung einer Vorführung von “Warum Israel” am 25.10. wurde der Film gestern, am 13.12.2009 an vier Orten in Hamburg gezeigt. Zu Beginn der Vorführung im B-Movie wurde eine persönliche Grußadresse von Claude Lanzmann verlesen. Im Folgenden dokumentieren wir seinen Brief an uns im Wortlaut:

Dear friends of Kritikmaximierung,

The best way to express you my solidarity and my gratitude should be to sit among you today. Unfortunately, I am at the moment very far from Europe and it was impossible to change my schedule. I have no other choice than to send you some brotherly words. What strikes me the most in this whole “affaire” is the contrast between the brutality, the stupidity of the people who attacked you and forbade the screening of “Warum Israël” and the very nature of my film, which is a subtle, delicate, and intelligent work, by no means a sionist propaganda manicheistic one. Obviously, the agressors never saw “Warum Israël” and are in any way unable to see it. It is easier to call it a “Kriegs-und-Rassismusverherrlichung” film. One of the main meanings of the film is the discovery, through the eyes of a french diaspora Jew, of a country where everybody is jewish. In this respect, the “normality” of Israël is the “abnormality” as such. And this generates very funny scenes.
Of course, there are many other significations, for instance the nostalgy of Europe, expressed deeply by the german Jew Gert Granach, when he sings beautiful and moving spartakist songs. This film, shot in 1972, never hides the problems, the difficulties, the contradictions of this small and fascinating country, never cheats with the truth. It is true indeed that “Warum Israël” shows a real empathy for Israel, but empathy, as we all know, is the beginning of any understanding. Yes, Arabs don’t speak in the film, one sees them and they are the main thema in the discussions between the Israeli protagonists. I decided so for moral reasons: I could not talk for the Arabs, they should make their own films. What is the most schocking in the attack is the insults, which all belong to the nazi vocabulary (Judenschwein, Schwuchteln) and express the endless perversity of the exchange of roles today, best proof too that there is no antisionisme without antisemitism.

I thank all of you deeply for your courage and firm democratic stand. I am sure that your screening today will be a great success.

Your friend,
Claude Lanzmann

Weitere Vorführungen von »Warum Israel« 0

Aufgrund des breiten Interesses an »Warum Israel« und der leider nur sehr begrenzten Plätze im B-Movie wird der Film heute noch an weiteren Orten in der Nähe des Kinos zu sehen sein.

13.12. / 18 Uhr / Markthof
Marktstr. 102 (Karoviertel). Eintritt frei. Eine Veranstaltung von [a2]-hamburg in Kooperation mit Kritikmaximierung.

13.12. / 18 Uhr / Schwarze Katze
Fettstr. 23 (Schanze/Eimsbüttel). Eintritt frei. Eine Veranstaltung der FAU Hamburg

13.12. / 20 Uhr / Kunst- und Kulturverein Linda
Hein-Hoyer-Str. 13 (St. Pauli). B-Movie zu Gast bei Linda. Eintritt frei.

18.01.2010 / 19 Uhr / Uebel & Gefaehrlich
Filmvorführug mit anschließender Diskussion. Podium mit Claude Lanzmann, Hermann L. Gremliza (Konkret) und anderen. Moderation: Max Dax (Spex). Eine Veranstaltung des Uebel & Gefaehrlich.

Es darf keine antisemitische Filmzensur in Hamburg geben! 0

Was sich am Sonntag den 25.10.2009 zwischen 14 und 16 Uhr in der Hamburger Brigittenstraße ereignete, ist schier unfassbar. Das dort ansässige Kino B-Movie wollte in Kooperation mit einer linken Initiative den Film »Warum Israel« von Claude Lanzmann vorführen. Dies hat eine Gruppe von Antiimperialisten und Israelhassern aus dem, im Vorderhaus des Kinos gelegenen, »Internationalistischen Zentrums B5« mit Drohung, Beleidigung und Gewaltanwendung verhindert. continue reading »

Warum Israel am 13.12.2009 1

Mit breiter Unterstützung veröffentlichen wir heute unsere Erklärung »Es darf keine antisemitische Filmzensur in Hamburg geben!« Die über 100 UnterzeichnerInnen, zu denen u.a. Ralph Giordano, Serge und Beate Klarsfeld, Anetta Kahane, Ruben Herzberg, Petra Pau, Franziska Drohsel, Peggy Parnass, Christoph Türcke, Detlev Claussen, Moishe Postone und Diedrich Diederichsen gehören, wenden sich mit dem Papier unmißverständlich gegen jede Form von Antisemitismus und Israelhass. Sie unterstützen die Neuansetzung von »Warum Israel« am 13.12.2009 um 16 Uhr im B-Movie. Der Text kann unter warumisrael.wordpress.com eingesehen werden. Auf der von uns eingerichteten Webseite warumisrael.wordpress.com werden zudem weitere Filmvorführungstermine und zusätzliche Informationen über »Warum Israel« und seinen Regisseur hinterlegt. Hinweisen wollen wir schließlich auf eine Bündnis-Demonstration, die unter dem Motto »Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke« am 13.12. um 13.30 Uhr an der Roten Flora startet. Wir freuen uns, dass sich Hamburgs linke und alternative »Szene« endlich klar gegen jeden Antisemitismus positioniert und sich von der B5 und ihrem Umfeld abgrenzt. Näheres unter: http://b-g-h-u.blogspot.com

Reaktionen auf die Verhinderung des Films »Warum Israel« 1

- unsere Stellungnahme
- erste Stellungnahme des B-Movie.
- Erklärung von Wolfgang Seibert (Jüdische Gemeinde Pinneberg)
- Kurzinterview mit uns in der Jungle World
- taz-Kommentar von Doris Akrap “Hölle Hamburg”
- Redok: “Seht nicht beim Juden”
- Erklärung von Christiane Schneider (stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft)
- Artikel auf npd-blog.info: “Nach antisemitischer Blockade: Debatte in der Linkspartei über Israel”
- zweite Stellungnahme des B-Movie
- Mut gegen rechte Gewalt (Auf Grundlage des NPDinfo-Beitrags)
- Störungsmelder-Artikel auf zeit.de “Antisemiten verhindern Lanzmann-Film auf St. Pauli”
- Jungle World: “Intifada im Hinterhof”
- La Regle Du Jeu: “Contre Claude Lanzmann, Les Rouge-bruns de Hambourg”
- Erklärung des Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend Hamburg
- Erklärung der Gruppe sous la plage
- Beitrag von Max Dax auf spex.de mit einer ersten Reaktion von Claude Lanzmann
- Le Monde: “Allemagne : la diffusion d’un film de Claude Lanzmann sur Israël dégénère”
- taz-Interview mit Dirk von Lowtzow (Tocotronic)
- Jungle World-Artikel: Augen zu und drauf. Debatte in Hamburg nach der Blockade einer Aufführung des Films »Warum Israel«
- Spiegel Online: “Regisseur Lanzmann “schockiert” über Krawalle bei Israel-Film”
- Hamburger Abendblatt: “Regisseur schockiert. Anti-israelische Ausschreitungen verhindern Filmvorführung”
- Jerusalem Post: ‘Why Israel’ film canceled after violent German leftist protest
- Jüdische Allgemeine: “Linker Haken Antizionismus. Schimpfen, schlagen, spucken: In Hamburg verhindern »Antiimperialisten« die Vorführung eines Israel-Films des Schoa-Überlebenden Claude Lanzmann.”
- Erklärung der Roten Flora
- Neues Deutschland: “Von der Kiezposse zum internationalen Skandal
Wirbel um Filmaufführung »Warum Israel« weit über Hamburg hinaus”

- Kommentar in der Zeit: Darum Israel! Linke Antisemiten verhindern in Hamburg einen Film von Claude Lanzmann
- Welt am Sonntag-Interview mit dem Maler Daniel Richter – “Man hätte denen eins auf die Mütze geben müssen”
- taz-Artikel: “Linker Antisemitismus. Wie halten wir´s mit Israel, Genossen?”
- Interview mit Claude Lanzmann in der Wochenzeitung Der Freitag

Soliparty 0

Tanzen gegen die Gesamtscheiße. Trinken für den guten Zweck. Zusammen mit dem Freien Sender Kombinat (FSK) laden wir ein zu Sekt und elektronischer Musik. Am Freitag den 13.11. ab 23 Uhr, in der Roten Flora. Kommt alle!

Main//Techno
kt&f (Egotronic/Berlin)
Max Motor (Monkeydick Music Department/Hamburg)
Mikroklubbing (FourtothefloorElectroTrashDisk.o/Göttingen)
Wal-Mart

Keller//Breakcoredubstepwhatever
Istari Lasterfahrer (Sozialistischer Plattenbau/Hamburg)
LFO Demon (Sprengstoff/Berlin)
Neurosis Orchestra (Sprengstoff/Sozialistischer Plattenbau /London/Berlin)

Unterstützung nach den Vorfällen vom 25.10 2

Erklärung von Wolfgang Seibert (Jüdische Gemeinde Pinneberg)

An 25. Oktober 2009 wurde die Vorführung des Films „Warum Israel“ von Claude Lanzmann in Hamburg mit Gewalt verhindert.

Einige wild gewordene „Antizionisten“, in diesem Fall kann man mit Recht von militanten Antisemiten sprechen, aus dem „Internationalistischen Zentrum B5“ hatten sich vor dem Kino postiert mit der festen Absicht die Vorführung des Films zu verhindern.

Wir bestreiten nicht das Recht auf einen friedlichen Protest, aber wir sind entsetzt über das Vorgehen einiger wild gewordener Kleinbürger, die sich sicherlich als links bezeichnen, in ihrem Vorgehen aber durchaus als Mitläufer und Handlanger der Neonazis bezeichnet werden können. continue reading »

Kritikmaximierung Hamburg