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Reaktionen auf die Verhinderung des Films »Warum Israel« 1

Nov13

- unsere Stellungnahme
- erste Stellungnahme des B-Movie.
- Erklärung von Wolfgang Seibert (Jüdische Gemeinde Pinneberg)
- Kurzinterview mit uns in der Jungle World
- taz-Kommentar von Doris Akrap “Hölle Hamburg”
- Redok: “Seht nicht beim Juden”
- Erklärung von Christiane Schneider (stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft)
- Artikel auf npd-blog.info: “Nach antisemitischer Blockade: Debatte in der Linkspartei über Israel”
- zweite Stellungnahme des B-Movie
- Mut gegen rechte Gewalt (Auf Grundlage des NPDinfo-Beitrags)
- Störungsmelder-Artikel auf zeit.de “Antisemiten verhindern Lanzmann-Film auf St. Pauli”
- Jungle World: “Intifada im Hinterhof”
- La Regle Du Jeu: “Contre Claude Lanzmann, Les Rouge-bruns de Hambourg”
- Erklärung des Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend Hamburg
- Erklärung der Gruppe sous la plage
- Beitrag von Max Dax auf spex.de mit einer ersten Reaktion von Claude Lanzmann
- Le Monde: “Allemagne : la diffusion d’un film de Claude Lanzmann sur Israël dégénère”
- taz-Interview mit Dirk von Lowtzow (Tocotronic)
- Jungle World-Artikel: Augen zu und drauf. Debatte in Hamburg nach der Blockade einer Aufführung des Films »Warum Israel«
- Spiegel Online: “Regisseur Lanzmann “schockiert” über Krawalle bei Israel-Film”
- Hamburger Abendblatt: “Regisseur schockiert. Anti-israelische Ausschreitungen verhindern Filmvorführung”
- Jerusalem Post: ‘Why Israel’ film canceled after violent German leftist protest
- Jüdische Allgemeine: “Linker Haken Antizionismus. Schimpfen, schlagen, spucken: In Hamburg verhindern »Antiimperialisten« die Vorführung eines Israel-Films des Schoa-Überlebenden Claude Lanzmann.”
- Erklärung der Roten Flora
- Neues Deutschland: “Von der Kiezposse zum internationalen Skandal
Wirbel um Filmaufführung »Warum Israel« weit über Hamburg hinaus”

- Kommentar in der Zeit: Darum Israel! Linke Antisemiten verhindern in Hamburg einen Film von Claude Lanzmann
- Welt am Sonntag-Interview mit dem Maler Daniel Richter – “Man hätte denen eins auf die Mütze geben müssen”
- taz-Artikel: “Linker Antisemitismus. Wie halten wir´s mit Israel, Genossen?”
- Interview mit Claude Lanzmann in der Wochenzeitung Der Freitag

Soliparty 0

Tanzen gegen die Gesamtscheiße. Trinken für den guten Zweck. Zusammen mit dem Freien Sender Kombinat (FSK) laden wir ein zu Sekt und elektronischer Musik. Am Freitag den 13.11. ab 23 Uhr, in der Roten Flora. Kommt alle!

Main//Techno
kt&f (Egotronic/Berlin)
Max Motor (Monkeydick Music Department/Hamburg)
Mikroklubbing (FourtothefloorElectroTrashDisk.o/Göttingen)
Wal-Mart

Keller//Breakcoredubstepwhatever
Istari Lasterfahrer (Sozialistischer Plattenbau/Hamburg)
LFO Demon (Sprengstoff/Berlin)
Neurosis Orchestra (Sprengstoff/Sozialistischer Plattenbau /London/Berlin)

Unterstützung nach den Vorfällen vom 25.10 2

Okt29

Erklärung von Wolfgang Seibert (Jüdische Gemeinde Pinneberg)

An 25. Oktober 2009 wurde die Vorführung des Films „Warum Israel“ von Claude Lanzmann in Hamburg mit Gewalt verhindert.

Einige wild gewordene „Antizionisten“, in diesem Fall kann man mit Recht von militanten Antisemiten sprechen, aus dem „Internationalistischen Zentrum B5“ hatten sich vor dem Kino postiert mit der festen Absicht die Vorführung des Films zu verhindern.

Wir bestreiten nicht das Recht auf einen friedlichen Protest, aber wir sind entsetzt über das Vorgehen einiger wild gewordener Kleinbürger, die sich sicherlich als links bezeichnen, in ihrem Vorgehen aber durchaus als Mitläufer und Handlanger der Neonazis bezeichnet werden können. continue reading »

Laiendarsteller schlagen sich durch 1

Okt25

Aufführung eines Films des »Shoah«-Regisseurs Claude Lanzmann durch das internationalistische Zentrum B5 in Hamburg verhindert

Am heutigen Sonntag, den 25.10.2009, war im Hamburger Programmkino b-movie eine Vorführung des Claude Lanzmann Films »Warum Israel« anberaumt, die in Kooperation der Gruppe Kritikmaximierung und dem Kino stattfinden sollte. Der Nachmittag war als Auftakt zu regelmäßigen Veranstaltungen gedacht, mit denen wir gesellschaftskritische Filme einem breiteren Publikum zugänglich machen wollen. Etwa 70 Menschen folgten unserer Einladung und durften statt »Warum Israel« einer gruseligen Agit-Prop-Bastel-Darbietung der antiimperialistischen Nachbarschaft beiwohnen. Das im Vorderhaus des b-movie befindliche internationalistische Zentrum B5, die »Sozialistischen Linken (SoL)« und die »Tierrechts-Aktion Nord (TAN)« ließen es sich nicht nehmen, dem Kino ihre Programmpolitik zu diktieren und mit Drohung und Gewalt den vorgesehenen Verlauf des Nachmittags zu verhindern. continue reading »

Kino: Warum Israel 0

Warum Israel (Originaltitel: Pourquoi Israel)
1972, 185 min., von Claude Lanzmann

am 25.10. um 15 Uhr im B-Movie (Brigittenstr.)

»Pourquoi Israel« ist keine Frage, sondern eine Antwort. Der französische Regisseur und Antifaschist Lanzmann versucht mit filmischen Mitteln zu ergründen, was es bedeutet, in einem jüdischen Staat zu leben, der vor allem ein sicherer Hafen für Verfolgte und Überlebende der Shoah war und noch heute eine Zufluchtsstätte vor dem weltweit grassierenden Antisemitismus ist. Lanzmanns roter Faden ist die Frage nach der »Normalität« in einer Gesellschaft, deren a-normaler Kern die Erfahrung der Ermordung der europäischen Juden ebenso ist, wie die ständige äußere Bedrohung. Dieser Schatten wirft sich auf den Alltag von sieben Millionen EinwohnerInnen des Landstrichs zwischen Haifa und Eilat, die Lanzmann mit seinen Fragen und seiner Kamera begleitet. Dem Film vorangestellt wird eine kurze Einführung durch die Veranstalter. Im Anschluß an »Warum Israel« wird es Raum zur Diskussion geben.

Kritikmaximierung Hamburg in Kooperation mit dem B-Movie.
Achtung: Zeitumstellung in der Nacht vor der Filmvorführung.

Veranstaltungen zum Nachhören 1

Wir haben unsere letzten Veranstaltungen, inklusive der Podiumsdiskussion »Gegen Ohne Für – Kunst, Avantgarde und gesellschaftliche Emanzipation« vom 19.09.2009 endlich als MP3 ins Netz gestellt. Hier gibt’s was auf die Ohren.

Gegen Ohne Für 7

Kunst, Avantgarde und gesellschaftliche Emanzipation

Podiumsdiskussion am Samstag, den 19.09.2009 um 16 Uhr in der Roten Flora.

Es diskutieren: Katja Diefenbach (Theoretikerin, b_books, Berlin)*, Till Gathmann (Künstler, Leipzig), Rosa Perutz (antinationale Organisierung in der Kunst) und Kerstin Stakemeier (Kunsthistorikerin, Berlin). Moderation: Roger Behrens (Hamburg)

* Katja Diefenbach hat uns leider kurzfristig aus persönlichen Gründen abgesagt. Sie wird vertreten vom Autor und Filmemacher Stephan Geene (b_books, Berlin).

Ankündigungstext:
»Aufgabe von Kunst heute ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen.« Mit dieser Formulierung Theodor W. Adornos ist festgehalten, was das dezidierte Interesse der Linken an Malerei, Theater, Film, Musik, usw. begründen sollte. Zwar wird das mitunter im abstrakten Bezug auf die Kunst diskutiert, doch bleibt das konkrete gesellschaftliche Verhältnis der Linken zur Kunst, zur künstlerischen Produktion, zum Kunstbetrieb diffus, und zwar ganz im Gegensatz zu Adornos Diktum: Geht es um die »eigene«, dem »Subkultur«-Selbstverständnis nach für »links«, also für »politisch« erklärte Kunst wie z.B. Punk, Hip Hop, Streetart oder Szenemoden werden die Kunst und die Künste meist nur naiv, bestenfalls sentimentalisch begriffen. »Kunst« bringt so vor allem Ordnung in die eigene linke Lebenswelt. Geht es hingegen um die mit dem bürgerlichen Hochkulturbetrieb identifizierten Künste, übt man sich in verächtlicher Distanz oder stumpfer Gleichgültigkeit. Die Künste gelten bloß als Teile der gesellschaftlichen Gesamt-Ordnung, blasierte Verlängerungen von Sektempfängen und Auktionen, Opernbällen und Literaturabenden, sofern man nicht gerade selbst an ihnen konsumierend teilnimmt. Damit einher gehen Ressentiments gegenüber einer angeblich verblödenden Massenkultur, deren Beispiele – seien es Michael Jackson oder Harry Potter, Lady Gaga oder James Bond – austauschbar bleiben, solange das Grundverdikt unberührt bleibt, dass es sich hierbei selbstverständlich um Pseudokunst und Kitsch handelt.

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Deutschland ist kein Grund zum Feiern 0

Im deutschen Jubiläumsjahr (60 Jahre Bundesrepublik – 60 Jahre Grundgesetz – 20 Jahre »Wiedervereinigung«) unterbleiben die Glückwünsche. Warum man mit Deutschland keine Sektkorken knallen lassen sollte, haben wir auf einem Plakat zusammen getragen. Die lange Liste aktueller, deutscher Unannehmlichkeiten in einer Spannbreite von »54-74-90-2006« bis »Wir sind Papst« kann man sich im öffentlichen Raum nun bei Bedarf schnell wieder in Erinnerung rufen. [Plakat]

Deutschland pfänden und versteigern! 0

Die Rede von »deutscher Verantwortung« zieht den moralisch sauberen Schlussstrich unter die Verbrechen des Nationalsozialismus, ohne sich selbst beim Wort zu nehmen. Geldzahlungen für viele Opfer der deutschen Vernichtung und ihre Angehörigen wurden bis heute mit allen Mitteln verhindert. Kurz vor Weihnachten nun, hat die hiesige Bundesregierung ein weiteres Mal mit juristischen Schritten versucht, sich rechtskräftiger Ansprüche zu entziehen. Ein passender Anlass, einige Bemerkungen zur postnazistischen Vergangenheitspolitik zu formulieren. [PDF] continue reading »

Kritikmaximierung Hamburg