Kategorie Veranstaltungen

Intros 2.0: weiter geht’s 0

Unsere Intro-Veranstaltungen zusammen mit a2 und dem Freien Sender Kombinat gehen in die nächste Runde. Im Dezember geht’s wieder los. Jeweils donnerstags um 19 Uhr in der Roten Flora. Weitere Informationen unter intros.blogsport.eu

08.12. Kritik des Nationalismus (Roger Behrens)
05.01. Kritik des Antiziganismus (Anna Friedrich und Markus End, Berlin)
02.02. Kritik der Heteronormativität (Wiebke Frieß, KRASS – kritische assoziationen)
01.03. Kritik des Kapitalismus (Associazione Delle Talpe, Bremen)
05.04. Kritik von Verschwörungstheorien (Daniel Kulla, Berlin)

Von Tätern sprechen 0

Zum Umgang mit sexueller Gewalt im Krieg am Beispiel deutscher Soldaten in der Sowjetunion, 1941-1945

Vortrag und Diskussion mit Regina Mühlhäuser
Montag, 28.11., 19:30 Uhr, Golem (Große Elbstr. 14)

Die Bedeutung von Sexualität im Krieg ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, sei es durch Medienberichte über Vergewaltigungen im Kongo oder durch UN-Resolution 1820, in der sexuelle Gewalt als Kriegstaktik definiert wird. Dabei erscheinen sexuelle Gewalttaten oft als »Frauen-Thema«. Regina Mühlhäuser plädiert dafür, sich auch mit Männern – als Tätern und Opfern von Vergewaltigung – auseinanderzusetzen, um diese Gewaltform und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu verstehen. In ihrem Vortrag gibt sie einen Überblick über aktuelle Erklärungsansätze, wann es zu Kriegsvergewaltigungen kommt, und zeigt, wie deutsche Männer über sexuelle Gewalt während des Krieges in der UdSSR sprechen.

Regina Mühlhäuser arbeitet am Hamburger Institut für Sozialforschung. Von ihr erschien im letzten Jahr das Buch »Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941-1945«.

Eine Veranstaltung von
Kritikmaximierung und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Soliparty im Hafenklang 0

Um es unumwunden zuzugeben: wir brauchen Geld aber wollen uns das auf glanzvolle Weise zusammen schnorren. Gemeinsam mit dem Freien Sender Kombinat (FSK) öffnen wir deshalb am 28.10. um 22:00 Uhr die Türen vom Hafenklang, für uns und Euch, für einen Abend mit großartigen DJs und Getränken. Also, kommt vorbei. Wird gut.

King Fehler aka Knarf Rellöm X & DJ Patex (Pudel/Hamburg)
kt&f (Klammertext/Berlin)
Rentek (Caramba!Records/Leipzig)
Mindy (Hamburg)
The Jan (Soul Weekender Hamburg)
Jetzmann (FSK Hamburg)
Difficult Music For Difficult People (FSK Hamburg)

Jingle zur Soliparty am 28.10.2011 im Hafenklang

Aspekte der Dialektik 0

Logik, Widerspruch und Vermittlung. Donnerstag, 18.08.2011, 19 Uhr, Strips & Stories. Buchvorstellung und Diskussion mit Stefan Müller aus Frankfurt a.M.

Die Konzeption der Kritischen Theorie ist in der Tradition Hegels und Marxens stehend eng an ein dialektisches Verfahren gekoppelt. Dialektik gilt oft als schwierig und geheimnisumwittert, ebenso wie die Texte der »Frankfurter Schule« und insbesondere die Ausführungen von Theodor W. Adorno in seinem zentralen Werk, der »Negative Dialektik«.

Adorno bricht dort mit den traditionellen Vorstellungen von einer möglichen, positiven Auflösung der dialektischen Widersprüche. Da die Gegenwart gewaltsam eine Identität bzw. Vereinheitlichung herstelle, müsse Gesellschaftskritik gegen diese Vorherrschaft des Identischen ein nichtidentisches Moment geltend machen und die (Selbst-)Widersprüchlichkeit der Gesellschaft offen legen.

Anhand zentraler Kategorien Adornos wird Stefan Müller aus Frankfurt a.M. einen Einblick in die Konzeption der negativen Dialektik geben und Grundprobleme einer dialektischen Verfahrensweise herausarbeiten. Müller stellt damit auch sein im Mai 2011 erschienenes Buch zur Diskussion, dem der Veranstaltungstitel entlehnt ist. Er hat zudem 2009 den Sammelband »Probleme der Dialektik heute« herausgegeben.

Eine Kooperationsveranstaltung von
Kritikmaximierung Hamburg und Strips & Stories

Burn like fire in Cairo 0

Vortrag und Diskussion mit Thomas von der Osten-Sacken und Malte Gebert am Dienstag, den 17.05.2011 um 19 Uhr, Uni Hamburg, Hauptgebäude, ESA B: Agathe-Lasch-Hörsaal (Edmund-Siemers-Allee 1)

Die autoritären Regime im Nahen Osten, die ihre Herrschaft durch Petrodollars oder die Mobilisierung gegen einen äußeren Feind abgesichert zu haben schienen, fanden sich mit der »arabischen Straße« bislang zumindest dann zusammen, wenn Israel- oder USA-Fahnen zu verbrennen oder »Märtyrer« zu betrauern waren. Dass die Menschen ihre Wut aber einmal gegen die lokalen Autokraten richten würden, schien noch vor einem halben Jahr undenkbar.

Während einige Regime traditionell die Aufstände niederschiessen ließen und andere noch mit kleineren Zugeständnissen zur alten Friedhofsruhe zurückkehren wollen, konnten sich in Tunesien und Ägypten die Protestierenden gegen Mubarak und Ben Ali durchsetzen. Der Ausgang der kriegerischen Konflikte in Libyen und Syrien ist indes bislang noch völlig offen.

Der Politikwissenschaftler Malte Gebert aus Berlin, sowie der freie Journalist und Geschäftsführer der Hilfsorganisation Wadi Thomas von der Osten-Sacken aus Frankfurt a.M. waren längere Zeit in den betreffenden Ländern oder wohnten den Umstürzen bei. Wir wollen mit ihnen diskutieren, wodurch die derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Eruptionen in Nordafrika ausgelöst wurden und in welche Richtung die »arabische Welt« jetzt steuert. Die materiellen Verhältnisse der protestierenden Frauen und Männer, ihre Vorstellungen und Ideologien sollen ebenso Gegenstand sein, wie die Frage nach Fortschritt und Regression. Wie verändern sich die vermeintlich versteinerten Verhältnisse in der Region und wie ist es um die Hoffnung auf ein Besseres bestellt?

Intros. Gesellschaftskritische Einführungsveranstaltungen 0

Mit den Intro-Veranstaltungen wollen wir in Hamburg Raum für die Vermittlung linker Theorie bieten. Die Vorträge zielen darauf ab, sich zum ersten Mal und ohne große Vorkenntnisse mit gesellschaftskritischen Fragen auseinander zu setzen. In einem lockeren Rahmen werden wir an den unten aufgeführten Dienstagen im Centro Sociale (Sternstr. 3 zwischen Schanze und Karolinenviertel) eine Kritik an Herrschaftsverhältnissen (z.B. an Rassismus oder Antisemitismus) vorstellen und entwickeln. Dabei geht es uns nicht nur um eine Rückschau auf die Debatten der letzten Jahrzehnte. Mit Euch möchten wir auch über die Aktualität und Erneuerung linker Positionen diskutieren. Nach den Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, sich am Büchertisch vom Infoladen Schwarzmarkt mit Literatur einzudecken oder bei Konservenmusik und Getränken den Abend ausklingen zu lassen.

Die Intros werden veranstaltet von
[a2] Hamburg, Kritikmaximierung Hamburg und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Alle Veranstaltungen auf einen Blick
Di / 08.03. / Kritik des Geschlechterverhältnisses
Di / 12.04. / Kritik des Rassismus
Di / 10.05. / Kritik des Antisemitismus
Di / 14.06. / Kritik der Religion
Di / 12.07. / Kritik des Staates

Jeweils im Centro Sociale (Sternstr. 3). Beginn jeweils um 19 Uhr. Mehr Infos: intros.blogsport.eu

Zu den islamistischen Bedrohungen gegen die Jüdische Gemeinde Pinneberg 0

Freitag, 28. Januar 2011 / 20 Uhr / Hafenvokü

Mit Erschrecken und Wut haben wir, antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen aus Hamburg, von den Gewaltdrohungen gegen Wolfgang Seibert, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Pinneberg und engagierter Antifaschist, erfahren. Der Pinneberger Islamist Harry Machura hatte über das Internet zu Gewalt gegen Wolfgang aufgerufen und ihn als »dreckigen Juden« beschimpft.

Weiter hieß es auf Machuras Homepage: »Und an Wolfgang Siebert möchte ich sagen pass auf das Allah dich nicht schon im diesseits straft mit dem Tod das ist keine drohung von mir sondern von Allah dem ALLMÄCHTIGEN.« Auf seiner Website bezieht Machura, der sich selbst »Isa al Kattab« nennt, sich positiv auf radikale jihadistische Gruppen in aller Welt und verherrlicht ihren »heiligen Krieg«. Seine Drohungen richteten sich auch gegen die Hamburger Imamin Halima Krausen – Gott möge sie »rechtleiten oder zerfetzen«. Wir nehmen diese Drohungen ob ihrer mörderischen Sprache sehr ernst. Polizei und Staatsschutz haben sich schnell in die Vorgänge eingeschaltet. Die Wohnung von Harry Machura wurde durchsucht, seine Website abgeschaltet. Kurze Zeit später erreichte Wolfgang jedoch am 26. Januar 2011 wieder eine E Mail, in der es heißt: »Wir werden weiter machen und sagen dir wenn du versuchst nochmal den Islam anzugreifen glaube mir denn werden wir 100 mal härter angreifen.« Die islamistische Website ist mittlerweile wieder im Netz abrufbar.

In den letzten Jahren gab es bereits eine Reihe von antisemitischen Bedrohungen und Anschlägen gegen die Jüdische Gemeinde Pinneberg, jedes Mal aus dem Spektrum Pinneberger Neonazis. Wir wollen klarstellen, dass jegliche Bedrohungen von Jüdinnen und Juden und jeder Antisemitismus, ob von IslamistInnen oder Nazis, auch als Angriff gegen jede emanzipative Bewegung gewertet werden muss. Wir finden es unerträglich, wenn Jüdinnen und Juden in Angst leben müssen.

Wir solidarisieren uns mit der Jüdischen Gemeinde Pinneberg und werden entschlossen solchen Vorgängen entgegentreten. Es ist für die radikale Linke und alle antifaschistischen Kräfte an der Zeit, sich solidarisch mit der Jüdischen Gemeinde Pinneberg zu erklären und konkrete Solidaritätsarbeit zu organisieren. Einen ersten Schritt in diese Richtung wollen wir gemeinsam mit Wolfgang am Freitag, 28. Januar 2011, ab 20 Uhr mit einer Diskussionsveranstaltung in der Hafenvokü gehen. Es soll darum gehen, die Situation zu analysieren und zu diskutieren, wie die radikale Linke ob einer solchen Bedrohung solidarisch agieren kann.

Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde Pinneberg und mit Wolfgang Seibert! Gegen jeden Antisemitismus!

Pressereaktionen unter anderem in der taz und dem Tagesspiegel

»Dass Auschwitz nicht noch einmal sei« 0

MO, 10.01.2011 | 19 Uhr | Uni Hamburg Hauptgebäude (ESA B, Edmund-Siemers-Allee 1)
Vortrag und Diskussion mit Gunzelin Schmid Noerr »Integration und sozialer Zerfall. Zur Aktualität der ‚Dialektik der Aufklärung‘«

DI, 16.11.2010 | 19 Uhr | Westwerk (Admiralitätsstr. 74)
Vortrag und Diskussion mit Detlev Claussen »Das Veralten der Kritischen Theorie. Ist Adornos kategorischer Imperativ, Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, überholt?« Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGDJ) und dem Westwerk statt.

Ankündigungstext, Jingle und Plakatcontinue reading »

Anonyme Herrschaft. Zum Verhältnis von Reichtum und Subjektivität 0

Anonyme Herrschaft. Zum Verhältnis von Reichtum und Subjektivität
Vortrag und Diskussion mit Ingo Elbe (Rote Ruhr Uni, Bochum)
DI 07.12. 2010 | 19 Uhr | Gängeviertel

Die Herrschaftsstruktur im Kapitalismus unterscheidet sich grundlegend von allen vorherigen Gesellschaftsformationen. Karl Marx hat diesen Herrschaftstypus als auch »sachliche Abhängigkeit« bezeichnet: Während die Individuen früher nur voneinander und von der Natur abhingen, seien sie heute zusätzlich einem bestimmten gesellschaftlichen Verhältnis untergeordnet, dem Wert bzw. dem Kapital. Die Erforschung dieses Systems der Verselbständigung des eigenen gesellschaftlichen Zusammenhangs der Produzenten ist denn auch die zentrale Intention seiner Kritik der politischen Ökonomie. Der Vortrag soll eine Einführung in die Marxsche Begrifflichkeit anonymer Herrschaft sein, in der zentrale Kategorien wie Wert, Charaktermaske oder automatisches Subjekt erläutert werden. Zugleich soll gegen eine falsche Personalisierung des stummen Zwangs der Verhältnisse und gegen eine Auflösung individueller Verantwortung in einem falsch verstandenen Strukturalismus argumentiert werden.

Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg, Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig und Mitglied des Arbeitskreises rote ruhr-uni. Zuletzt veröffentlicht: »Marx im Westen. Die neue Marx-Lektüre in der Bundesrepublik seit 1965«, 2. Aufl., Berlin 2010 und (als Mitherausgeber): »Eigentum, Gesellschaftsvertrag, Staat. Begründungskonstellationen der Moderne«, Münster 2009 sowie »Kritik der politischen Philosophie«, Münster 2010. Online-Texte unter www.rote-ruhr-uni.com

Material zur Veranstaltung: Plakat und Jingle

‏Veranstaltungsreihe zur Kritik des Realsozialismus 0

»Die Dummheit der Kommunisten halte ich für kein Argument gegen den Kommunismus«
(Ronald M. Schernikau)

Das Zitat, das unserer Veranstaltungsreihe voran gestellt ist und ihr als Motto dient, stammt von dem Schriftsteller Ronald M. Schernikau, der sich noch 1989 in jene DDR einbürgern ließ, die er für das »schönste Land der Welt« hielt. Dieses Imago teilten unzählige Linke diesseits des ›Eisernen Vorhangs‹. In der Zeit der Blockkonfrontation war der realexistierende Sozialismus gleichsam Bezugspunkt und Projektionsfläche: er wurde als erster Schritt in Richtung einer sozialistischen Weltgesellschaft aufgefasst oder doch zumindest als konstanter Aufschein der Möglichkeit der Überwindung des Kapitalismus wahrgenommen. Der Eindruck, den die Oktoberrevolution hinterließ und der von 1917 bis zum Ende ihres Niedergangs 1989 die linken Partei und Bewegungen weltweit prägte, ist kaum zu unterschätzen. Hingegen gaben sich undogmatische Ostlinke, AnarchistInnen und viele westlich-marxistische Theoretiker, wie z.B. die Vertreter der Kritischen Theorie, solchen Illusionen nicht hin: Stasi, Stalin, Reisebeschränkungen, Konformitätsdruck, die bloße Verwaltung der Menschen und der Terror der Gulags ließen den Glanz der Errungenschaften der Oktoberrevolution verblassen. 93 Jahre nach dem Sturm auf das Winterpalais als Beginn des realsozialistischen Versuchs und 20 Jahre nach seinem Scheitern wollen wir uns mit der Sowjetunion und der DDR beschäftigen. Was war das damals? Und welche Bedeutung hat die Realität des »Sozialismus« in seiner Theorie und Praxis für eine heutige linke Kritik? Um in dieser Frage eine Antwort vorwegzunehmen: vor dem Hintergrund einer derzeit wahrnehmbaren Kokettierung mit dem Marxismus-Leninismus, wie z.B. bei Slavoj Zizek oder Dietmar Dath, erscheint es uns sinnvoll und notwendig, dem Realsozialismus noch einmal gründlich auf den Zahn zu fühlen.

DO, 15.04.2010
| 19 Uhr | Gängeviertel-Druckerei (Valentinskamp 39a)
Verdinglichung als Bedingung von Humanität?
Zur Kritik der Politischen Ökonomie des Sozialismus
Vortrag und Diskussion mit Hannes Gießler (Autor, Leipzig) in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Karl Marx gibt in Manuskripten zu verstehen, dass er persönlich ein Leben im versachlichten (verdinglichten) ökonomischen Zusammenhang, d.h. der kapitalistischen Gesellschaft, einem Leben in vorherigen Gesellschaftsformationen vorzieht. Die bürgerliche Gesellschaft hätte im Bereich der Produktion und Distribution sowohl unmittelbare Gemeinschaften als auch unmittelbare Herrschaft zugunsten vermittelter beziehungsweise verdinglichter Herrschaft überwunden. Die Frage, inwiefern sie unmittelbare Herrschaft und Gemeinschaft aufgehoben hat, koinzidiert mit den Fragen, was im realexistierenden Sozialismus geschehen ist, welcher Rückfall droht, wenn die kapitalistische Produktionsweise abgeschafft wird, beziehungsweise, was bei ihrer kommenden Aufhebung zu berücksichtigen wäre, um weder staatliche Herrschaft noch totalitäre Gemeinschaft heraufzubeschwören. Inwieweit muss eine Kritik der Politischen Ökonomie auf »Dinghaft Entmenschlichtes als Bedingung von Humanität« (Theodor W. Adorno) reflektieren und sich gegen eine Entfremdungs- und Verdinglichungskritik abgrenzen?

DI, 27.04.10 | 19 Uhr | Gängeviertel-Druckerei (Valentinskamp 39a)
Filmvorführung: »Stalin hat uns das Herz gebrochen«
Danach Vortrag und Diskussion mit dem »AK Stalin hat uns das Herz gebrochen« (Berlin)

Der Film, der im Jahr 2000 von Minka Pradelski und Eduard Erne realisiert wurde, erzählt zunächst von der Hoffnung, die jüdische KommunistInnen mit der jungen DDR verbanden und zeigt schließlich die Trauer und die große Enttäuschung, die das Erleben der stalinistischen Säuberungen für sie mit sich brachte. Nach der Filmvorführung schließt sich ein Vortrag des Berliner »AK Stalin hat uns das Herz« gebrochen an, der sich mit den Schattenseiten des Realsozialismus, konkret mit dem Antisemitismus in der DDR beschäftigen wird. Dabei soll es auch um die Realsozialismus-Rezeption des »wiedervereinigten« Deutschlands gehen, in der Nationalsozialismus und Realsozialismus als sogenannte »doppelte Vergangenheit« totalitarismustheoretisch vermengt werden und darüber eine Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen stattfindet. Im Anschluss an das Referat besteht Möglichkeit zur Diskussion.

Kritikmaximierung Hamburg